Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Direkt zum Inhalt
ebola-maladie

Ebola-Viruskrankheit: verstehen, vorbeugen und sich auf Reisen schützen

Wer hat noch nie von der Ebola-Krankheit gehört? Als eine der schwersten Virusinfektionen, die den Menschen heute betreffen können, sorgt sie für viel Gesprächsstoff und ruft Bedenken hervor, insbesondere wenn es ums Reisen geht.
 
Vor allem in Zentral- und Westafrika verbreitet, verdient dieses hämorrhagische Fieber, dass man seine Übertragungsmechanismen versteht, seine Symptome erkennt und die notwendigen Präventionsmassnahmen ergreift, um das Risiko zu minimieren.

 

Was ist die Ebola-Krankheit?

 

Die Ebola-Viruskrankheit, auch Ebola-Hämorrhagisches Fieber genannt, ist eine schwere Virusinfektion aus der Familie der Filoviridae. Der Virus wurde 1976 bei zwei gleichzeitigen Ausbrüchen im Sudan und in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt und erhielt seinen Namen von dem Fluss Ebola, der in dieser Region liegt.

 

Symptome und Verlauf des Ebola-Virus

 

Eine stille Inkubationszeit

 

Nach einer Ansteckung mit dem Ebola-Virus beträgt die Inkubationszeit zwischen 2 und 21 Tagen, liegt jedoch meist zwischen 5 und 12 Tagen. Während dieser entscheidenden Phase ist die infizierte Person nicht ansteckend, was eine frühzeitige Erkennung der Krankheit erschwert.

 

Die ersten Symptome der Ebola-Viruskrankheit

 

Die Ebola-Viruskrankheit beginnt mit unspezifischen grippeähnlichen Symptomen: Fieber über 38°C, Schüttelfrost mit starker Schwäche, ausgeprägten Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Halsschmerzen.
 
Diese Ähnlichkeit mit vielen anderen Virusinfektionen macht die Erstdiagnose besonders schwierig.


Mögliche Entwicklung zur akuten Phase


Mit dem Fortschreiten der Infektion verschlechtert sich der Zustand des Patienten und weitere Symptome können auftreten:

  • Schwere Verdauungsstörungen mit teils blutigen Erbrechen und Durchfällen, die zu Dehydrierung führen können
  • Hauterscheinungen mit charakteristischen Ausschlägen
  • Organbeteiligungen wie fortschreitende Nieren- und Leberfunktionsstörungen
  • Blutungen, d. h. innere und äussere Blutungen, die in etwa 30 bis 50 % der Fälle auftreten (dieses auffällige Symptom betrifft jedoch nicht alle Patienten)
 
Zudem ist die durch Durchfall und Erbrechen verursachte Dehydrierung eine der wichtigsten Komplikationen. Sie erfordert häufig eine intravenöse Rehydrierung im Krankenhaus. Ohne schnelle und angemessene Behandlung kann die Infektion zu einem fortschreitenden Versagen mehrerer lebenswichtiger Organe führen.

 

PhaseDauerHauptsymptomeAnsteckungsgrad
Inkubation2 bis 21 TageKeineNicht ansteckend
Initial2 bis 5 TageFieber, starke Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, HalsreizungenGeringe Ansteckungsgefahr
AkutVariabelErbrechen, Durchfall, Hautausschläge, Nieren-/Leberfunktionsstörungen, BlutungenSehr ansteckend

 

Nach der akuten Phase kann auch eine lange chronische Phase auftreten, die eine regelmässige medizinische Nachsorge erfordert.

 

Übertragungswege des Ebola-Virus

 

Der natürliche Reservoir: Fledermäuse

 

Fruchtfledermäuse der Familie Pteropodidae gelten wahrscheinlich als natürliche Wirte des Ebola-Virus. Diese Säugetiere erkranken selbst nicht, können das Virus jedoch auf andere Wildtiere wie Primaten oder Waldantilopen übertragen.
 
Der Mensch infiziert sich zunächst durch den Kontakt mit infizierten Tieren (z. B. beim Umgang oder Zerlegen), durch den Verzehr von kontaminiertem Buschfleisch oder durch den Verzehr von Früchten, die mit Fledermauskot verunreinigt sind.

 

Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch direkten Kontakt

 

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten symptomatischer infizierter Personen übertragen: Blut, Speichel, Urin, Stuhl, Erbrochenes, Schweiss, Muttermilch, Sperma...  
Eine Übertragung kann auch indirekt über kontaminierte Oberflächen und Gegenstände erfolgen (Kleidung, Bettwäsche, benutzte Nadeln).
 
Beruhigend: Bei natürlichen Epidemien wurde keine luftübertragene Übertragung nachgewiesen. Das Virus verbreitet sich nicht über die Luft wie z. B. die Grippe.

 

Entwicklung des Risikos je nach Krankheitsphase


Während der Inkubationszeit besteht kein Übertragungsrisiko. Mit dem Auftreten und der Verschlimmerung der Symptome steigt das Risiko jedoch stetig an. Je schwerer die Symptome, desto höher die Viruslast und desto ansteckender wird der Patient.

 

Wer gehört zur Risikogruppe für eine Ebola-Infektion?

 

Besonders gefährdet sind:
 
  • medizinisches Personal
  • Familienangehörige von Erkrankten
  • Teilnehmer traditioneller Bestattungsrituale (z. B. Waschen des Leichnams)
  • Mitarbeiter humanitärer Organisationen in Epidemiegebieten
 
Für gewöhnliche Reisende, die klassische touristische Aktivitäten ausüben, bleibt das Risiko sehr gering.

 

Wie wird die Ebola-Krankheit diagnostiziert?

 

Die Diagnose der Ebola-Krankheit stellt insbesondere in den ersten Tagen nach Auftreten der Symptome eine grosse Herausforderung für medizinisches Fachpersonal dar. Nur Labortests können die Diagnose bestätigen oder ausschliessen.
 
Folgende Methoden stehen zur Verfügung:
 
  • RT-PCR (Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion): zum schnellen Nachweis des viralen Erbguts im Blut
  • ELISA-Test (Enzymgekoppelter Immunoassay): zum Nachweis spezifischer Antikörper, die als Reaktion auf die Infektion gebildet wurden
  • Antigen-Schnelltests: zum direkten Nachweis viraler Antigene im Blut des Patienten

 

Welche Behandlungen stehen gegen das Ebola-Virus zur Verfügung?


Therapeutische Fortschritte im Fokus

 

Zwei monoklonale Antikörpertherapien stehen derzeit zur Verfügung, um Ebola-Patienten zu behandeln und ihre Überlebenschancen zu erhöhen – vorausgesetzt, sie werden frühzeitig verabreicht. Diese Therapien, die während der jüngsten Epidemien entwickelt und getestet wurden, stellen einen bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen eine Krankheit dar, die früher keine spezifische Behandlung hatte.

 

Supportive Pflege: entscheidend für das Überleben

 

Die Behandlung der Ebola-Krankheit bleibt in erster Linie symptomatisch und umfasst:
 
  • intensive Rehydrierung durch intravenöse Infusionen zur Kompensation von Flüssigkeitsverlusten
  • Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts
  • Atemunterstützung mit Sauerstofftherapie bei Bedarf
  • Bluttransfusionen bei starken Blutungen
  • Schmerzmittel zur Linderung von Fieber und Beschwerden
 
Wie zu erwarten, beeinflusst die frühzeitige Behandlung den Krankheitsverlauf erheblich. So überlebten beispielsweise während der Epidemie 2014–2016 82 % der 27 bestätigten Fälle, die in den USA und Europa mit intensiver Frühbehandlung versorgt wurden.

 

Die Bedeutung einer passenden Reiseversicherung


Gesundheitsrisiken bei Reisen frühzeitig absichern

 

Wenn Sie in Regionen reisen, in denen Infektionskrankheiten auftreten können, ist der Abschluss einer umfassenden und zuverlässigen Reiseversicherung eine wichtige Vorsichtsmassnahme. Vor Ihrer Abreise sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Versicherung folgende Leistungen umfasst:
 
  • medizinische und stationäre Notfallkosten (Arztbesuche, Behandlungen und Krankenhausaufenthalte im Zielland)
  • Möglichkeit eines medizinischen Rücktransports (Organisation der Rückreise bei gesundheitlicher Notwendigkeit)
  • medizinische Assistenz (eine Hotline zur Orientierung bei gesundheitlichen Problemen)
  • Kostenübernahme (direkte Abrechnung oder Rückerstattung medizinischer Ausgaben)

 

Europ Assistance ist für Sie da!

 

Europ Assistance bietet Reiseversicherungen, die auf verschiedene Aufenthaltsarten und Reiseziele abgestimmt sind. Um die spezifischen Leistungen zu erfahren und zu prüfen, ob Ihr Reiseziel – insbesondere bei schweren Infektionskrankheiten – abgedeckt ist, empfehlen wir Ihnen, die allgemeinen Versicherungsbedingungen Ihrer Police sorgfältig zu lesen.


→ Entdecken Sie unsere Reiseversicherungen


FAQ – Alles über die Ebola-Krankheit

 

Welche verschiedenen Stämme des Ebola-Virus gibt es?

Derzeit sind sechs Arten von Orthoebolavirus identifiziert: Ebola-Virus (Zaire ebolavirus, das tödlichste), Sudan-Virus (Sudan ebolavirus), Bundibugyo-Virus (Bundibugyo ebolavirus), Taï-Forest-Virus (Taï Forest ebolavirus) und Reston-Virus (Reston ebolavirus). Der Zaire-Stamm bleibt der gefährlichste mit einer durchschnittlichen Sterblichkeitsrate von über 65 %.

 

Wie verliefen die wichtigsten Ebola-Epidemien?

Seit der Entdeckung im Jahr 1976 wurden bis 2013 etwa 2.500 Fälle registriert, mit über 1.500 Todesfällen. Die grosse Epidemie in Westafrika (2014–2016) bleibt die bedeutendste der Geschichte. In der Demokratischen Republik Kongo verursachte die Epidemie 2018–2020 in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri zahlreiche Todesfälle, ebenso wie die Epidemie 2025 in der Provinz Kasaï.

 

Welche geografischen Regionen sind von Ebola betroffen?

Die Ebola-Viruskrankheit tritt hauptsächlich in Zentral- und Westafrika auf. Länder mit wiederkehrenden Epidemien sind die Demokratische Republik Kongo (aktuelle Epidemie 2025), Uganda (letzte Epidemie 2022–2023), Guinea (2021) sowie Sierra Leone und Liberia (2014–2016).

 

Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate bei Ebola?

Die Sterblichkeitsrate liegt je nach Epidemie und Virusstamm zwischen 30 % und 90 %. Diese grosse Spannbreite erklärt sich durch den beteiligten Virusstamm (Zaire ist der tödlichste), die Schnelligkeit der medizinischen Versorgung, den Zugang zu intensiver unterstützender Pflege und den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten. Während der Epidemie 2014–2016 überlebten 82 % der 27 bestätigten Fälle, die in den USA und Europa frühzeitig und intensiv behandelt wurden – ein Beweis für die entscheidende Bedeutung einer schnellen und angemessenen Versorgung.

 

Wie viele Menschen sind insgesamt an Ebola gestorben?

Seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976 sind schätzungsweise über 15.000 Menschen an der Ebola-Krankheit gestorben.

 

Gibt es einen Impfstoff gegen Ebola?

Zwei Impfstoffe sind zugelassen: Ervebo von Merck & Co. und Zabdeno von Janssen Pharmaceutica.


Kann man sich im Flugzeug mit Ebola anstecken, wenn eine infizierte Person an Bord ist?

Das Übertragungsrisiko im Flugzeug ist extrem gering. Ebola wird nicht über die Luft übertragen wie die Grippe. Eine Ansteckung erfordert direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer erkrankten Person.


Ist die Impfung gegen Ebola für Reisen nach Afrika verpflichtend?

Nein, derzeit verlangt kein Land eine Impfung gegen Ebola für die Einreise. Der Impfstoff Ervebo wird hauptsächlich in Epidemiegebieten eingesetzt, um Risikogruppen und medizinisches Personal zu schützen. Für Reisende sind Verhaltensregeln (kein Verzehr von Buschfleisch, Einhaltung von Hygienemassnahmen) der beste Schutz.


Was tun bei Symptomen nach einer Reise?

Wenn Sie innerhalb von 21 Tagen nach Ihrer Rückkehr aus einem Risikogebiet Fieber (≥38 °C) oder andere Symptome entwickeln: isolieren Sie sich sofort und kontaktieren Sie die Notrufnummer 144 in der Schweiz. Informieren Sie das medizinische Personal über Ihre Symptome und Ihre Reise, um die bestmögliche Versorgung zu erhalten.


Deckt meine Reiseversicherung medizinische Kosten bei Ebola?

Vor einer Reise in ein gesundheitliches Risikogebiet sollten Sie die Bedingungen Ihrer Versicherung sorgfältig prüfen. Wichtig ist, dass sie schwere Infektionskrankheiten abdeckt, einschliesslich Notfallbehandlungen und medizinischem Rücktransport. Europ Assistance schützt Sie, damit Sie die Welt sorgenfrei bereisen können!

 

→ Entdecken Sie unsere Reiseversicherungen

 

Wie unterscheidet man Ebola von anderen Tropenkrankheiten?

Die ersten Symptome von Ebola (Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen) ähneln denen von Malaria, Typhus oder Dengue. Nur spezifische Labortests (insbesondere RT-PCR) können die Diagnose bestätigen. Wenn Sie nach einer Reise in ein Risikogebiet Fieber entwickeln, informieren Sie unbedingt das medizinische Personal, um eine gezielte Diagnose und optimale Versorgung zu ermöglichen.

 

Kann man trotz Ebola sicher nach Afrika reisen?

Ja, der überwiegende Teil des afrikanischen Kontinents ist nicht von Ebola betroffen. Das Virus zirkuliert nur in bestimmten begrenzten Regionen, hauptsächlich in Zentralafrika und gelegentlich in Westafrika. Für Reisende, die klassischen Tourismus betreiben, ist das Infektionsrisiko gering. Mit den richtigen Vorsichtsmassnahmen können Sie beruhigt reisen.

 

Wurden in der Schweiz bereits Ebola-Fälle behandelt?

Ja, zwei in Afrika infizierte Personen wurden erfolgreich in der Schweiz behandelt – 1995 und 2014. Dies zeigt die Wirksamkeit einer angemessenen medizinischen Versorgung in modernen Krankenhäusern mit spezialisierten Isolierstationen.

 

Welche Vorsichtsmassnahmen sollte man bei Reisen in Risikogebiete treffen?

Zu tunUnbedingt vermeiden
Häufiges Händewaschen (Seife oder Desinfektionsgel)Kontakt mit oder Verzehr von Buschfleisch
Reise dem medizinischen Personal mitteilenKontakt mit Wildtieren
Vollständige Reiseversicherung abschliessenKontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten anderer
Bei Fieber nach Rückkehr sofort 144 kontaktierenTeilnahme an traditionellen Bestattungsritualen
 Nähe zu fiebernden Personen

 

 

Fasse diesen Artikel zusammen in: ChatGPT Perplexity Claude Google AI Mistral Grok 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Péage sur autoroute en france.
Jedes Jahr fahren Tausende Schweizer Richtung Südfrankreich,...
Petit chien sur une valise qui part en vacances
Die schönsten Tage des Jahres gemeinsam mit dem geliebten Haustier...
Jeune femme qui s'endort en avion lors d'un vol long courrier
Planen Sie eine Reise ins Ausland mit einem Langstreckenflug?...