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Prävention von Infektions- und Tropenkrankheiten: Einige Empfehlungen

Abenteuer und Abwechslung in der Ferne – tropische Reiseziele sind beliebt, aber Reisen dorthin können Sie medizinischen Problemen oder Krankheiten aussetzen, die für dieses Klima typisch sind. 

Daher ist es wichtig, dass Sie sich vor der Abreise über die Gesundheitssituation an Ihrem Zielort informieren und Folgendes beachten:

-    Wasserqualität und Lebensmittelhygiene
-    Klimatyp (heiss, kalt, hoch gelegen, feucht usw.)
-    Infektionskrankheiten (Hepatitis, Gelbfieber, Thyphus usw.)

Lassen Sie vor der Abreise einen Gesundheitscheck durchführen und überprüfen Sie, ob Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sind. Je nach Reiseziel können Ihnen auch bestimmte Impfungen empfohlen werden. 

 

Tropische und ansteckende Krankheiten

 

Sie kommen hauptsächlich in feucht-warmen Klimazonen vor und werden durch pathogene Mikroorganismen (Viren, Bakterien usw.) verursacht, die von Mensch zu Mensch und manchmal auch von Tier zu Mensch übertragen werden können. 

Die häufigsten sind Malaria, Hepatitis, Gelbfieber, Cholera, Denguefieber oder auch Typhus.

 

Vorbeugen und Vermeiden dieser Tropenkrankheiten


Vor Ihrer Abreise


Wenn man ins Ausland reist, in Länder mit einer ganz anderen Umwelt, muss man einige Dinge berücksichtigen:

-    Die im Land vorhandenen Risiken
-    Die Reisebedingungen und die Dauer Ihres Aufenthalts
-    Alter, Gesundheit und körperliche Verfassung der Reisenden
-    Obligatorische oder dringend angeratene Impfungen, die durchgeführt werden müssen (frühzeitig beginnen, da oft eine zweite Dosis im Abstand von einigen Wochen erforderlich ist).

 

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Impfungen und besondere Behandlungen gegen tropische Krankheiten

 

Durch eine Impfung können Sie schwere Krankheiten vermeiden, die in bestimmten tropischen Ländern auftreten können, und die einheimische und schweizerische Bevölkerung vor epidemischen Gefahren schützen.

Wenn Sie eine Fernreise antreten, ist dies eine guter Anlass, Ihren Impfpass zu überprüfen, um festzustellen, ob Sie auf dem neuesten Stand sind. Dazu gehören die «klassischen» Impfungen wie Diphtherie, DTP, Tetanus oder auch Gelbfieber, die für Reisen oder sogar die Durchreise durch bestimmte Länder, vor allem in Afrika, vorgeschrieben sind. Diese Impfung wird dann in den internationalen Impfpass eingetragen.

Wenn Sie nach Afrika oder Asien reisen, werden Ihnen in der Regel folgende Impfungen empfohlen: Gelbfieber, Japanische Enzephalitis (Impfung in zwei Dosen), Hepatitis A und B, Tollwut (zwei Dosen), Zeckenenzephalitis, zerebrospinale Meningitis.

Um sich ein besseres Bild zu machen und alle relevanten Informationen zu erhalten, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder vereinbaren Sie einen Termin in einem kantonalen Impfzentrum.


Das internationale Impfzertifikat

 

Dieses Zertifikat ist zehn Jahre lang gültig und wird Ihnen ausgehändigt, wenn Sie sich gegen Gelbfieber impfen lassen, was Sie nicht bei Ihrem Hausarzt tun können. Diese Impfung wird in einem spezialisierten Impfzentrum durchgeführt.

 

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Malaria vorbeugen

 

Die Regionen, in denen Malaria vorkommt, werden je nach Grad der Chloroquinresistenz in drei Gruppen eingeteilt. Je nach Grad gibt es verschiedene vorbeugende Behandlungen.

Gruppe 1 (keine Chloroquinresistenz)
Gruppe 2 (Gebiet mit Chloroquinresistenz)
Gruppe 3 (Gebiet mit hoher Prävalenz von Chloroquinresistenzen oder Multiresistenzen)

Diese Tropenkrankheit wird durch eine Mücke (Familie der Anopheles) übertragen, die vor allem bei Sonnenuntergang angreift. Neben einer Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen, bedeckende, mit Mückenschutzmittel imprägnierte Kleidung zu tragen, alle 2 bis 5 Stunden ein Abwehrmittel aufzutragen, je nach Konzentration des verwendeten Mittels und der Temperatur, und mit einem Moskitonetz zu schlafen, das ebenfalls mit Abwehrmittel imprägniert ist.

 

Krankheiten vorbeugen, die von anderen Tieren übertragen werden


Viele Infektionen, für die es bislang keinen bekannten Impfstoff oder eine vorbeugende Behandlung gibt, werden durch Insekten übertragen. Sie sollten sich daher vor Stichen schützen, um anderen möglichen Krankheiten vorzubeugen. Um sich zu schützen, gilt das Gleiche wie bei Malaria, allerdings muss die Tageszeit berücksichtigt werden (schützen Sie sich rund um die Uhr, um auf Nummer sicher zu gehen).

In Bezug auf Gift (Skorpione, Schlangenbisse, giftige Schalentiere usw.) wird empfohlen, hohe, geschlossene Schuhe und Hosen bis zu den Füssen zu tragen, mit einem Stock auf den Boden zu klopfen und Lärm zu machen, um die Tiere zu vertreiben, Kleidung und Gegenstände regelmässig auszuschütteln und nicht ohne Schuhe am Strand zu laufen.

 

Lebensmittelhygiene

 

Man denkt zunächst an Reisedurchfall als die häufigste Krankheit, die einem den Urlaub verderben kann. Aber es gibt auch Hepatitis A, Amöbiasis … Um diesen Krankheiten vorzubeugen, sollten Sie sich häufig die Hände mit Seife waschen, nur Wasser aus Flaschen (vor Ihnen geöffnet) oder gefiltertes Wasser (spezieller Strohhalm, Tabletten) trinken, Ihr Obst selbst schälen, auch Milch abkochen, keine Rohkost essen, Eiswürfel und Schalentiere meiden usw.

 

Körperhygiene

 

Um Bakterien oder Parasiten, die sich auf dem Boden oder im Wasser befinden, zu vermeiden, sollten Sie Ihre Wäsche nicht im Freien trocknen, am Strand mit Schuhen laufen, sich nicht direkt auf den Sand legen, nicht in Süsswasser laufen oder baden und keine Tiere streicheln.

 

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Reiseapotheke


In manchen Ländern haben Sie nicht ohne Weiteres Zugang zu einer Apotheke, daher sollten Sie unbedingt ein kleines Erste-Hilfe-Set dabeihaben. Ihr Hausarzt kann Ihnen einige vorbeugende oder heilende Medikamente verschreiben, die Sie mitnehmen können.

Denken Sie immer daran, dass manche Orte für Rettungskräfte schwer zugänglich sein können, mit eingeschränkten oder gar keinen Evakuierungsmöglichkeiten, je nachdem, wo Sie sich befinden.

 

Wo erhält man Informationen

 

Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden Sie zahlreiche Informationen, die mit den offiziellen Empfehlungen zu Gesundheitsrisiken aktualisiert werden. 

 

Internationale Impfungen

 

Nützliche Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamts für Gesundheit.
 

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